Auf ein Wort

Lie­be Le­se­rin, Lie­ber Le­ser,

ge­stärkt und ge­seg­net so ha­ben wir die­sen Ge­mein­de­brief über­schrie­ben. Wie schön, wenn wir das er­fah­ren, ge­stärkt und ge­seg­net durch´s Le­ben zu ge­hen. Was stärkt uns denn?

Mich stärkt, wenn ich füh­le, dass ich mit Men­schen ei­ne gu­te Zeit ha­be, dass wir uns et­was zu sa­gen ha­ben; mich stärkt Mu­sik, die mit Herz und Lei­den­schaft ge­spielt wird; mich stärkt, durch die Na­tur zu ge­hen, die Schön­heit der Far­ben zu se­hen, das Grün der Wie­sen und Bäu­me, das Gelb der Fel­der und das blaue Was­ser des Rheins. Mich stärkt, wenn mir et­was gut ge­lun­gen ist. In vie­len Si­tua­tio­nen kön­nen wir uns ge­gen­sei­tig stär­ken, ein­an­der zu­hö­ren, An­teil neh­men, An­er­ken­nung aus­drü­cken, ein­an­der zei­gen, dass wir uns mö­gen und so ein Stück zum Se­gen für den an­de­ren wer­den oder uns sel­ber reich ge­seg­net füh­len.
„Be­ne­di­ce­re“ so hei­ßt „seg­nen“ auf la­tei­nisch und es be­deu­tet wört­lich: „et­was gut­sa­gen“.
„Al­les ist gut“, so sa­ge ich manch­mal trös­tend zu mei­nem Kind und neh­me es in den Arm, wenn es sich weh ge­tan hat und in Trä­nen ist. „Al­les ist gut“ , ob­wohl doch in der Wahr­neh­mung mei­nes Kin­des erst mal gar nichts gut ist, denn schlie­ß­lich blu­tet das auf­ge­schla­ge­ne Knie und es schmerzt. Aber es hilft. Ein biss­chen ist es so, als wird durch das „gut­sa­gen“ ei­ne Sa­che auch ein biss­chen bes­ser.
Gott seg­net uns je­den Tag. Gott sagt uns je­den Tag gut mit al­lem, wo­mit wir am Rin­gen sind, was uns weh tut und wo wir an un­se­re Gren­zen kom­men. Je­den Tag aufs neue, mehr­mals, viel­leicht stän­dig.
In un­se­ren Got­tes­diens­ten spre­chen wir uns das zu, las­sen es in Wor­ten auf­blit­zen: Gott seg­ne dich und be­hü­te dich! Un­se­re Kon­fir­man­den ha­ben es ge­ra­de ein­zeln mit ih­rem Kon­fir­ma­ti­ons­spruch ge­sagt be­kom­men, wir sa­gen es bei Tau­fen und im Tau­fer­in­ne­rungfest, bei Hoch­zei­ten, in Über­gän­gen des Le­bens. Gott sagt uns gut - ganz so wie wir sind mit Stär­ken und Schwä­chen, in gu­ten Ta­gen und in schlech­ten. Ich wün­sche Ih­nen Som­mer­ta­ge, in de­nen Sie ge­stärkt durch´s Le­ben ge­hen mit al­lem Gu­ten, das wir Men­schen uns ge­gen­sei­tig sa­gen kön­nen, und ge­seg­net, von Gott gut­ge­sagt zum Se­gen für ein­an­der.

Herz­li­che Grü­ße, Ihr

Pfr. Günther

Autor
Bild: Person/Author
Bettina Friehmelt

Vor 500 Jah­ren hat Mar­tin Lu­ther sei­ne The­sen an die Kir­chen­tür der Wit­ten­ber­ger Schloss­kir­che ge­na­gelt, so wird be­rich­tet. Kaum ei­ne Jah­res­lo­sung könn­te im Ju­bi­lä­ums­jahr pas­sen­der sein: „Ich schen­ke euch ein neu­es Herz und le­ge ei­nen neu­en Geist in euch.“(Ez 36,26).


Andere Termine

Bild: Eventvorschau
  • 19. Aug.
  • 18:00
  • eig. Speisen
Quelle des Lebens

Am 19. Au­gust 2018 um 18 Uhr la­den wir herz­lich ein in die Jo­han­nes­kir­che-Rui­ne, um an die­sem (hof­fent­lich lau­schi­gen) Som­mer­abend mit­ein­an­der Got­tes­dienst zu fei­ern.

Ort: Johanniskriche-Ruine

Bild: Eventvorschau
  • 14. Sept.
  • 19:30
  • frei
Paula

Frau­en kön­nen Künst­le­rin­nen sein? Es ist noch nicht sehr lan­ge her, da war das fast un­vor­stell­bar. Ei­ne der be­rühm­tes­ten Ma­le­rin­nen des be­gin­nen­den 20. Jahr­hun­derts ist Pau­la Mo­der­sohn-Be­cker. Sie stel­len wir vor mit dem Film „Pau­la“ und prä­sen­tie­ren gleich­zei­tig Bil­der von Künst­le­rin­nen aus dem Rhein­gau. (...)

Ort: Ev. Gemeindehaus