Auf ein Wort

Hei­lands­ge­mein­schaft - so stand es als Re­ser­vie­rungs­schild auf dem Es­sens­tisch für un­se­ren Kir­chen­vor­stand, als die­ser im März zu ei­ner Rüst­zeit im Klos­ter Schwan­berg zu Gast war.

Was für ein wun­der­schö­ner Na­me, dach­te ich: Hei­lands­ge­mein­schaft. Ge­mein­schaft le­ben, das liegt uns als Kir­chen­ge­mein­de ja so am Her­zen. Ei­ne Ge­mein­schaft be­son­de­rer Art ge­stal­ten, ein Mit­ein­an­der, das sich an der Lie­be Got­tes zu den Men­schen ori­en­tiert, weil wir ei­ne ge­mein­sa­me Mit­te ha­ben: Je­sus Chris­tus, den Hei­land, wie die En­gel auf den Fel­der von Beth­le­hem dem Hir­ten­volk san­gen. Des­halb sind wir Hei­lands­ge­mein­schaft, sind wir mit ihm, dem Hei­land, und durch ihn un­ter­ein­an­der ver­bun­den und in die Welt ge­sandt.

Ein Schreib­feh­ler auf der Tisch­kar­te - aber wie schön, sei­nem In­halt nach­zu­den­ken. Hei­land - da steckt ja drin, dass et­was heil sein soll, ganz. "Pa­pa, kannst du das wie­der heil ma­chen?!" So fra­gen mich mei­ne Kin­der manch­mal. Und ent­spre­chend ei­ner jü­di­schen Tra­di­ti­on ver­sam­melt Gott je­den Mor­gen die En­gel um sei­nen Thron und fragt sie, wo denn die Welt heu­te der Hei­lung be­dür­fe und dann er­zäh­len die En­gel von Trä­nen, die Kin­der wei­nen, von der Not um je­den Cent, mit dem El­tern das Le­ben der Fa­mi­lie ge­stal­ten wol­len, von der Sor­ge um den Frie­den der Welt - und Gott schickt sei­ne En­gel auf den Weg, dass sie die Welt ein biss­chen hei­ler ma­chen.

Hei­lands­ge­mein­schaft - Lasst auch uns un­ter­wegs sein, mit wa­chen Au­gen, zärt­li­chen Hän­den und lie­be­vol­len Her­zen in die Welt schau­en, dem Frie­den den Weg be­rei­ten und das Un­se­re tun da, wo die Welt durch uns ein Stück hei­ler wer­den will und kann.

In die­sem Sin­ne ei­ne gu­te, geist­durch­drun­ge­ne Pfingst- und Som­mer­zeit und wun­der­ba­re hei­lands­ge­mein­schaft­li­che Ta­ge,
Ihr Pfarrer

Pfr. Günther

Autor
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Andreas Günther

Gott sagt: „Fürch­te dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich seg­nen.“ (1. Mo­se 26). Er ist bei uns auf un­se­ren We­gen, ob sie der­zeit durch grü­ne Au­en oder fins­te­re Tä­ler füh­ren. Er ist mit uns ge­mein­sam un­ter­wegs: hier in Wal­luf, auf un­se­ren Rei­sen, beim Auf­bre­chen und Heim­kom­men.


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