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Dezembergedanken

Gott spricht: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. (aus dem Buch Ezechiel, Kapitel 34)

Bild: Kirche

01.12.2025

Ihr Lieben,

der Ad­vent ist im Kir­chen­jahr nicht ge­ra­de ei­ne hei­te­re Zeit. Bei al­ler Freu­de um den Be­ginn des neu­en Jah­res (1. Ad­vent) geht es um Er­lö­sung aus un­ge­rech­ten Sys­te­men und ei­ner Welt, die so ganz und gar vor­läu­fig ist (2. Ad­vent), es geht dar­um, wie wir Men­schen Gott den Weg be­rei­ten oder ihn ver­stel­len (3. Ad­vent), erst am 4. Ad­vent darf das Herz dann jauch­zen, weil Got­tes An­kunft auf die­ser Welt (Weih­nach­ten) ganz nah ist. Die Tex­te er­zäh­len da­von, wie es sein wird, wenn Gott wirk­lich kom­men wird, nicht so qua­si im Spiel wie an je­dem Weih­nach­ten, son­dern so rich­tig am En­de al­ler Zei­ten. Vie­le Men­schen durch die Jahr­hun­der­te hat­ten und ha­ben Angst vor die­sem En­de. Denn es gibt Er­zäh­lun­gen in der Bi­bel, die vom End­ge­richt er­zäh­len, von ei­nem Gott, der un­ter­schei­det in gut und bö­se und die ei­nen zu sich nimmt und die an­de­ren in die Höl­le stö­ßt. Er­zäh­lun­gen, die gern ge­nutzt wur­den, um Furcht zu er­zeu­gen und Ge­hor­sam zu for­dern, die We­he! sag­ten und Gott sieht al­les!

Der wun­der­ba­re Vers, der die­sem Ad­vent sein Mot­to gibt, klingt ganz an­ders. Gott ist da wie ein Lie­ben­der, der ver­zwei­felt und vol­ler Hin­ga­be auf die Su­che geht. Auf die Su­che nach sei­ner gro­ßen Lie­be. Der den:die Ver­irr­te an die Hand nimmt und be­hut­sam nach Hau­se bringt. Der wie der barm­her­zi­ge Sa­ma­ri­ter Wun­den ver­bin­det und ei­nen Ort fin­det, wo die See­le hei­len darf. Der, wie es an an­de­rer Stel­le hei­ßt: das ge­knick­te Rohr nicht zer­bricht und den glim­men­den Docht nicht aus­löscht. So wird es sein, wenn Gott end­lich kommt. Denn Gott ist ein lie­ben­der Gott, ei­ner, der nicht auf­gibt, ei­ner, der die Scher­ben dei­nes Le­bens zu­sam­men­fügt und lie­be­voll kit­tet und nicht ent­setzt ist über dei­ne Nar­ben und Ver­wun­dun­gen. Der nicht sagt: Stell dich nicht so an und was nicht tö­tet, här­tet ab. Son­dern der sagt: Mei­ne Kraft ist in den Schwa­chen mäch­tig.

Gott sagt: Ich will das Ver­lo­re­ne wie­der su­chen und das Ver­irr­te zu­rück­brin­gen und das Ver­wun­de­te ver­bin­den und das Schwa­che stär­ken. Ich will ver­su­chen, in die­sem Sinn im Ad­vent un­ter­wegs zu sein. Nicht zer­stö­ren, son­dern Scher­ben zu­sam­men­fü­gen. Nicht dau­ernd über al­les schimp­fen, son­dern zärt­lich un­ter­wegs sein. Nicht un­acht­sam den Docht aus­lö­schen, son­dern ganz be­hut­sam die Flam­me wie­der zum Leuch­ten brin­gen. Machst du auch mit beim sanft­mü­ti­gen Ad­vent? Lass mal ei­nen Ge­gen­pol set­zen zu der Här­te und der Het­ze, die wir der­zeit in der Welt so oft er­le­ben.

Ich wün­sche euch ei­nen zar­ten, fe­der­leich­ten Ad­vent. Ge­seg­ne­te Weih­nach­ten. Und ei­nen gu­ten Be­ginn im neu­en Jahr. Über dem steht üb­ri­gens: Gott sagt: Sie­he, ich ma­che al­les neu.





 


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