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Sommerferiengedanken 2026

Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Johannes 10,10)

Bild: Kirche

10.08.2026

Ihr Lieben,

Sommerferien sind für viele Menschen Fülle-Zeiten. Obwohl oder gerade weil der Alltag mit seiner Fülle anders ist in diesen sechs Wochen. Manche Sitzung findet nicht statt, im Büro sind die Kolleg:innen nicht da, die Straßen sind leerer und die Busse auch. Viel Leere, um sie anzufüllen mit besonderen Erlebnissen. Manche schweifen weit in die Ferne, manche können sich das nicht leisten oder wollen nicht weg und doch ist es auch für die Daheimgebliebenen eine besondere Zeit. Eine Zeit, in der man vielleicht auch zuhause manches anders macht, manches liegenlässt, stattdessen ein Eis auf dem Balkon isst, manches endlich anpackt, was lange gewartet hat. Fülle-Zeiten auf besondere Weise.

Ein Leben in Fülle für jede, jeden von uns, verspricht Jesus. Dabei gehts nicht ums Wegfahren, um die großen Ereignisse am Rande der Welt, sondern es ist eine Verheißung, dass mitten im deinem ganz normalen Leben, mit oder ohne Sommerferienfülle dir etwas Wunderbares blüht. Der Vers für diesen Monat erinnert daran, dass die Fülle des Lebens in uns liegt. Dass wir geboren sind, um zu fühlen, die Welt mit großen Augen zu bestaunen, dass wir uns ganz und gar hineinwerfen dürfen in das Wunder des Lebens.

Heute beginnt in vielen Familien der Alltag wieder. Frühes Aufstehen und Hektik beim Frühstück, lange Arbeitszeiten und wenig Zeit für die Fülle. Oft genug habe ich das Gefühl, abgeschnitten zu sein von dem, was mein Leben eigentlich reich macht. Weil so viel meine Zeit, meine Möglichkeit zum Fühlen, meine Augen gefangen hält. Statt im Garten sitzen wir jetzt wieder am Computer. Und statt Genuss schnelle Versorgung.

Jesus sagt: Ihr sollt das Leben in Fülle haben. Gott hat euch dazu geschaffen. Nicht dazu, zu malochen bis zum Umfallen und die Urlaubstage dazu zu verwenden, wieder fit zu werden für den Arbeitsalltag. Schwierig in den Systemen, in denen wir leben. Aber vielleicht versuchen wir es einfach mal in den nächsten 21 August-Tagen: die Fülle nicht ganz zu vergessen. Dem Leben Zeit einzuräumen. Und dem Eis-Essen. Und dem Singen. Ich zumindest will es ausprobieren. Jeden Tag ein Mikro-Fülle-Moment suchen.


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