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Sonntagsgedanken zu Kantate

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! (Ps 98, 1a)

Bild: Kirche

30.04.2021

Ihr Lieben,

als ich den Wo­chen­spruch las, ist mir ein Lied ein­ge­fal­len, was sonst, bei die­sem wun­der­ba­ren Sin­ge-Vers aus Psalm 98, al­ler­dings ei­nes, das im Früh­jahr eher sel­ten ge­sun­gen wird:

Vom Him­mel hoch da komm ich her,
ich bring euch gu­te neue Mär,
der gu­ten Mär bring ich so viel,
da­von ich sin­gen und sa­gen will.

Mar­tin Lu­ther hat das ge­dich­tet und es ist nicht nur ein wun­der­ba­res Weih­nachts­lied, was so­lis­tisch ge­sun­gen beim Krip­pen­spiel nicht nur der Oma Trä­nen in die Au­gen treibt, son­dern es fragt mich zu Kan­ta­te, zu die­sem Sin­ge-Sonn­tag: Wel­che gu­te Mär hat mich so er­füllt, da­von ich sin­gen und sa­gen will. Denn auch, wenn wir heu­te zum Sin­gen ein­ge­la­den sind, na­tür­lich kön­nen wir da­von auch sa­gen. Und so gibts dies­mal nicht im zwei­ten Teil ei­ne An­re­gung zum Nach­den­ken, zum Tun, son­dern sie ist di­rekt hier:

Wo­von willst du sin­gen und sa­gen? Was ist dir so wich­tig, dass du an­de­ren Men­schen da­von er­zäh­len willst, in Lie­dern, Ge­dich­ten oder ein­fach so, bei ei­nem Glas Ries­ling am Fäss­chen, bei ei­nem Te­le­fo­nat oder an­ders ge­fragt: was willst du dei­nen Kin­dern mit­ge­ben ins Le­ben?! Was macht dich so glück­lich, über­reich und lässt dich wie die­ser En­gel da­mals über den Fel­dern von Beth­le­hem sin­gen (oder eben sa­gen)?

Viel­leicht magst du es auf­schrei­ben, ein­fach so, nur für dich oder du hängst es an die Mit­mach-Wand in der Kir­che und er­zählst so auch An­de­ren von der gu­ten Mär, die dich zum Sin­gen bringt?

Und hier noch ein Glau­bens­be­kennt­nis von Un­be­kannt:

Ich glau­be an Gott,
der Mu­sik und Klang,
Schwin­gung und Rhyth­mus ist,
der sein Lied summt und singt in al­lem, was lebt und den Takt gibt in Zeit und Ewig­keit.

Ich glau­be an Je­sus Chris­tus,
in dem Gott sein Lie­bes­lie­d
auf wun­der­ba­re Wei­se in die­ser Welt an­stimmt.
Ich glau­be an Je­sus,
der in uns al­len Gu­tes zum Schwin­gen bringt;
durch den al­le Tö­ne zur Me­lo­die wer­den;
der uns ein­lädt, mit ein­zu­stim­men
in sein Lied für Gott und die Men­schen;
in das Lie­bes­lied des Le­bens;
in das Lied von Tod und Auf­er­ste­hung.

Ich glau­be an den Hei­li­gen Geist,
der ver­stumm­te Sai­ten in uns zum Klin­gen brin­gen kann;
der un­ser Ge­hör schärft;
der hilft, den rich­ti­gen Ton zu tref­fen;
des­sen zar­te Me­lo­die uns ein­schwin­gen lässt, in sei­nen Rhyth­mus.
Ich glau­be, dass Gott sein Lie­d
in un­se­rer Ge­mein­schaft der Glau­ben­den
wei­ter sin­gen wird.

Amen


Bleibt behütet, bleibt gesund, Eure Pfarrerin Bettina Friehmelt



P.S. Die nächsten Sonntagsgedanken kommen am 07.05.2021 zu euch.


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